Übersicht über die RS01-, RS02 und RS03-Fehlerkorrektur-Verfahren

dvdisaster verfügt über drei Fehlerkorrektur-Verfahren. RS01 und RS02 sind die bisherigen und erprobten Verfahren, während sich RS03 gerade in Entwicklung befindet.

Vergleich der Verfahren. Alle Verfahren setzen die gleiche Reed-Solomon-Fehlerkorrektur ein. Sie berechnen Fehlerkorrektur-Informationen zu ISO-Abbildern mit dem Ziel, später unlesbar gewordene Abbild-Sektoren aus diesen Informationen wiederherzustellen.

Die Unterschiede liegen in der Art, wie die Fehlerkorrektur-Informationen abgelegt werden:

RS03 ist eine Weiterentwicklung von RS01 und RS02. Es kann sowohl Fehlerkorrektur-Dateien erzeugen als auch Abbilder mit Fehlerkorrektur-Daten erweitern: Durch die Änderungen für parallele Berechnung und höhere Robustheit ist RS03 etwas weniger platzeffizient, d.h. bei gleicher Größe haben RS03-Daten geringfügig weniger Fehlerkorrektur-Kapazität als ihre RS01- und RS02-Gegenstücke.

Vergleich zum Ablegen der Fehlerkorrektur-Informationen

Die folgende Tabelle faßt die Unterschiede zwischen dem Erzeugen von Fehlerkorrektur-Dateien (RS01, RS03) und dem Erweitern von Abbildern mit Fehlerkorrektur-Daten (RS02, RS03) zusammen:

Fehlerkorrektur-Dateien Fehlerkorrektur-Daten im Abbild
Redundanz kann beliebig groß gewählt werden Redundanz ist durch freien Platz auf dem Datenträger beschränkt
(= Kapazität des Datenträgers - Größe des ursprünglichen Abbildes)
bereits wirksam ab 15% Redundanz, weil die Fehlerkorrektur-Daten nach Voraussetzung unbeschädigt vorliegen benötigt mehr Redundanz (empfohlen: 20-30%), um Verluste von Fehlerkorrektur-Daten auszugleichen
der Datenträger kann beliebig voll sein die nutzbare Datenträger-Kapazität sinkt entsprechend der erzielten Redundanz
können nachträglich für bereits existierende Datenträger erzeugt werden nur beim Brennen neuer Datenträger anwendbar, weil das Abbild vorher um Fehlerkorrektur-Daten erweitert werden muß
unabhängige Speicherung von den zu schützenden Daten erhöht Datensicherheit gemeinsame Aufbewahrung von Nutzdaten und Fehlerkorrektur-Daten auf dem gleichen Datenträger vermindert die Fehlerkorrektur-Kapazität
Zuordnung von Fehlerkorrektur-Dateien zu Datenträgern muß geeignet realisiert werden. Fehlerkorrektur-Dateien müssen vor Beschädigung geschützt werden Einfache Lösung mit einem Datenträger; Fehlerkorrektur-Informationen müssen nicht katalogisiert oder geschützt werden
keine Kompatibilitätsprobleme beim Abspielen um Fehlerkorrektur-Daten erweiterte Abbilder sind möglicherweise nicht überall abspielbar