Vergleich der Verfahren. Alle Verfahren setzen die gleiche Reed-Solomon-Fehlerkorrektur ein. Sie berechnen Fehlerkorrektur-Informationen zu ISO-Abbildern mit dem Ziel, später unlesbar gewordene Abbild-Sektoren aus diesen Informationen wiederherzustellen.
Die Unterschiede liegen in der Art, wie die Fehlerkorrektur-Informationen abgelegt werden:
Vergleich zum Ablegen der Fehlerkorrektur-Informationen
Die folgende Tabelle faßt die Unterschiede zwischen dem Erzeugen von Fehlerkorrektur-Dateien (RS01, RS03) und dem Erweitern von Abbildern mit Fehlerkorrektur-Daten (RS02, RS03) zusammen:
| Fehlerkorrektur-Dateien | Fehlerkorrektur-Daten im Abbild |
| Redundanz kann beliebig groß gewählt werden | Redundanz ist durch freien Platz auf dem Datenträger beschränkt (= Kapazität des Datenträgers - Größe des ursprünglichen Abbildes) |
| bereits wirksam ab 15% Redundanz, weil die Fehlerkorrektur-Daten nach Voraussetzung unbeschädigt vorliegen | benötigt mehr Redundanz (empfohlen: 20-30%), um Verluste von Fehlerkorrektur-Daten auszugleichen |
| der Datenträger kann beliebig voll sein | die nutzbare Datenträger-Kapazität sinkt entsprechend der erzielten Redundanz |
| können nachträglich für bereits existierende Datenträger erzeugt werden | nur beim Brennen neuer Datenträger anwendbar, weil das Abbild vorher um Fehlerkorrektur-Daten erweitert werden muß |
| unabhängige Speicherung von den zu schützenden Daten erhöht Datensicherheit | gemeinsame Aufbewahrung von Nutzdaten und Fehlerkorrektur-Daten auf dem gleichen Datenträger vermindert die Fehlerkorrektur-Kapazität |
| Zuordnung von Fehlerkorrektur-Dateien zu Datenträgern muß geeignet realisiert werden. Fehlerkorrektur-Dateien müssen vor Beschädigung geschützt werden | Einfache Lösung mit einem Datenträger; Fehlerkorrektur-Informationen müssen nicht katalogisiert oder geschützt werden |
| keine Kompatibilitätsprobleme beim Abspielen | um Fehlerkorrektur-Daten erweiterte Abbilder sind möglicherweise nicht überall abspielbar |